Mal was ganz anderes: Wahlhelfer Verweigerung wegen Diabetes?

  • Also mal Klartext, Arakon.

    Mit solchen Werten, wie oben verlinkt, wirst du keinen Grund haben, wegen dem Diabetes nicht als Wahlhelfer zu arbeiten.

    Du bist also schlicht und einfach zu faul oder/und dir ist es zu blöd, dich da hinzusetzen. Alles andere sind faule Ausreden. :hmmz:

    Du scheinst Frust mit der Stadt zu haben, hier im Forum kannst du dich informieren, mal aussprechen und schimpfen.

    Und dann machst du halt zähneknirschend den Job, oder nimmst Urlaub und erholst dich von dem ganzen Stress.


    LG

    zuckerstück

  • Ich hab Beweise gebracht. Befunde, Dexcom-Ausdrucke, Auflistungen meiner Probleme, Extrakosten, usw. alles natürlich schriftlich. Wurde direkt abgeschmettert.

    Und ja, mein Arzt hätte denen natürlich auch ein Gutachten geschickt.. wenn sie ihn kontaktiert hätten (was sie laut Antrag angeblich ja tun würden, weswegen sie die ganzen Arztdaten haben wollten).. haben sie aber nicht.

    Das kommt jetzt halt zum Tagebuch dazu.

    Mir wurde von der Diabetes-Beraterin erklärt, sobald man Befunde etc. mitschickt, verzichten die automatisch auf die Kontaktierung der Ärzte und entscheiden nur auf deine Angaben, was meistens negativ endet. Also ich soll Tagebuch mitschicken mit Aufzeichnungen (UZ, Sport, Hypo-/Sport-KE, Harnzucker, etc.) und sonst nichts, sondern alle Ärzte angeben. Damit die dann dort nachfragen.

    Ich versuche aber den GdB erst in einigen Wochen zu beantragen. Bis ich genug Werte verfügbar habe.

  • Ich glaube nicht, dass die heutzutage noch "handschriftlich" fordern können. Ich musste bei medizinischen Dienst auch schon ein Tagebuch abgeben und das war damals komplett digital mit Excel geführt.

    Ich glaubs auch nicht. Wenn die was fordern, dann bestreite das und lass dir die Rechtsgrundlage nennen. Weil sonst wärs möglich, dein "Tagebuch" in Keilschrift auf Tontafeln erstellen zu müssen.

    --
    Nix Diabetes - das ist lediglich Glucose-Intoleranz.

  • Ich hab Beweise gebracht. Befunde, Dexcom-Ausdrucke, Auflistungen meiner Probleme, Extrakosten, usw. alles natürlich schriftlich. Wurde direkt abgeschmettert.

    Und ja, mein Arzt hätte denen natürlich auch ein Gutachten geschickt.. wenn sie ihn kontaktiert hätten (was sie laut Antrag angeblich ja tun würden, weswegen sie die ganzen Arztdaten haben wollten).. haben sie aber nicht.

    Das kommt jetzt halt zum Tagebuch dazu.

    Mir wurde von der Diabetes-Beraterin erklärt, sobald man Befunde etc. mitschickt, verzichten die automatisch auf die Kontaktierung der Ärzte und entscheiden nur auf deine Angaben, was meistens negativ endet. Also ich soll Tagebuch mitschicken mit Aufzeichnungen (UZ, Sport, Hypo-/Sport-KE, Harnzucker, etc.) und sonst nichts, sondern alle Ärzte angeben. Damit die dann dort nachfragen.

    Ich versuche aber den GdB erst in einigen Wochen zu beantragen. Bis ich genug Werte verfügbar habe.

    War bei mir auch so , die haben meine Ärzte befragt, später habe ich ein ziemlich wirres handgeschriebenes Tagebuch über drei Monate eingeschickt, mit viel Blutflecken.

    Dadurch , und durch meinen hohen Blutdruck,ich hab einen GdB 60 und somit den Schwerbehinderten Ausweis bekommen- unbefristet, Einen Zwangs -Nebenjob als Schöffen habe ich durch unplanbare Schichtarbeit als Penny Markt Kassierer erfolgreich abgewendet.

    Man muss nicht Bundespräsident sein...

    Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen :bigg

  • ist Diabetes ein erlaubter Ablehnungsgrund?

    eigentlich nein - und ich fände es auch schade, wenn man den Diabetes als Begründung nimmt. Dass du keine Lust darauf hast entspricht doch eher den Tatsachen!

    Wenn du DM als Grund angibst, kann es passieren, dass evtl. anderen Diabetikern dadurch kritisch begegnet wird. Und dann regt man sich auf...warum darf ich dieses und jenes mit DM nicht..........

    cd63

  • Ich soll tausend Gutachten ranbringen, damit ich Auto fahren darf, weil sie mir nicht zutrauen, mit gut kontrollierter Diabetes zu fahren

    darf ich mal fragen, warum du nicht mehr Auto fahren darfst.......wenn dein DM nicht die Ursache ist, dann darfst du ihn jetzt auch nicht vorschieben!

    Meine Güte, ich schuffte jedes zweite Wochenende, habe nach 7 Arbeitstagen oft nur einen Tag frei - klar gefällt mir das nicht immer, aber es geht!

    cd63

  • Frag das mal die Clowns vom Amt. Ich kriege jedes Jahr einen Drohbrief, ein Gutachten ranzuschaffen, dass ich fahrtüchtig bin, sonst würden sie mir den Führerschein entziehen. Ich fahr seit 14 Jahren Auto, hatte in der Zeit genau zwei Unfälle, und keiner davon hatte irgendwas mit der Diabetes zu tun.

  • ist ja auch gut, dass der DM nichts damit zu tun hat, aber irgendwie musst du ihnen wohl eine Ursache geliefert haben. Ganz im Ernst - würde ihnen keinen weiteren Grund liefern - mach Wahlhelfer!! Das wird dir bestimmt nicht schaden!! WC´s gibt es und BZ musst du Dank Dexcom nicht messen - nur ab und zu was futtern...........eine gleichmäßige Beschäftigung.........ich würde als Pumpi vielleicht einen Basalratentest einbauen!

    cd63

  • Der Grund war, dass ich Idiot ehrlich war und beim Antrag für den Führerschein angegeben habe, dass ich Diabetes habe.

    95-jährige Opas mit 10% Sehstärke dürfen ans Lenkrad gepresst ihren silbernen Mercedes über die Autobahn schieben, aber ich muss jedes Jahr aufs Neue nachweisen, dass ich nicht versehentlich spontan eine Kindergartenklasse abrasieren werde.

    Ich habe deswegen damals statt eines Führerscheins 4 Monate lang ein trauriges Stück Papier gehabt, auf dem stand "Vorläufiger Führerschein", weil die es nicht mal geschafft hatten, mit 3 Monaten Vorlaufzeit zu bestätigen, dass ich den Lappen überhaupt haben darf (inkl. der netten Warnung, dass sie ihn mir rückwirkend wegnehmen könnten). Das ich in den letzten 14 Jahren deswegen wie ein Stück Dreck von denen behandelt wurde und auch noch weit über 1000€ dafür hinlegen durfte, damit die ihre Zettel haben, kommt noch obendrauf. Nicht ein Mal hab ich nen Brief von denen bekommen, der klang, als würden sie was anderes als eine Küchenschabe ansprechen.

    Und du wunderst dich, dass ich "leicht" verbittert bin?

  • Der Grund war, dass ich Idiot ehrlich war und beim Antrag für den Führerschein angegeben habe, dass ich Diabetes habe.

    95-jährige Opas mit 10% Sehstärke dürfen ans Lenkrad gepresst ihren silbernen Mercedes über die Autobahn schieben, aber ich muss jedes Jahr aufs Neue nachweisen, dass ich nicht versehentlich spontan eine Kindergartenklasse abrasieren werde.

    Damals war ich auch so doof das anzugeben, man wollte natürlich auch Gutachten haben. Durch glücklichen Zufall war meine damalige Diabetologin "unter der Hand" auch Gutachterin für den Krams und konnte mir direkt ein Gutachten ausstellen, dass mich von zukünftigen Gutachten befreit. Vielleicht geht das auch bei dir?

  • Habe ich mehrfach versucht. Mein letzter Diabetologe hat sogar mehrfach betont, dass die regelmäßige Überprüfung überzogen und unnötig sei. Wurde, wie alles in der Richtung, schlicht ignoriert.

  • Und du wunderst dich, dass ich "leicht" verbittert bin?

    das kann ich natürlich verstehen!! Wie läuft das bei den anderen DM´lern, die den Führerschein noch nicht hatten?

    Ich war 21, als ich den DM bekam und hatte den Führerschein bereits............

    Was sagt dein Diabetologe dazu? Warst du immer unfallfrei?

    Notfalls mit Rechtsanwalt - du hast den Dexcom und damit Beweismaterial, was lt. obigen Link sogar bestens ist!

    cd63

  • Dadurch , und durch meinen hohen Blutdruck,ich hab einen GdB 60

    hoher Blutdruck ist nicht lustig, habe ich selber. Aber welche Auswirkungen hat das auf Einschränkungen in der Lebensführung?

    Wenn ich mich aufrege bin ich leider oft über 200, Ärzte die mich nicht kennen wollen mich dann gleich in die Notaufnahme schicken.

    Gut fühlt man sich dann nicht, und eine schleichende Beeinträchtigung der Gesundheit ist ja wie bei Diabetes vorhanden.

    Tabletten , Yoga und Kaffee-Verbot helfen bei mir nicht, ich zitiere aus dem Netz


    mittelschwere Form

    mit Organbeteiligung leichten bis mittleren Grades (Augenhintergrundveränderungen – Fundus hypertonicus I-II – und/oder Linkshypertrophie des Herzens und/oder Proteinurie), diastolischer Blutdruck mehrfach über 100 mm Hg trotz Behandlung, je nach Leistungsbeeinträchtigung

    20-40


    https://versorgungsmedizinische-grundsaetze.de/index.html



    Hier kann man sich gut informieren,die erste Krankheit zählt voll bei einer weiteren wird die Hälfte dazuaddiert,macht Sinn sonst hätte ja manch einer einen GdB von 200.

    Der Ausweis macht nicht für jeden Sinn, für mich schon , wenn ich ihn nicht hätte müsste ich noch eher mit Kündigung rechnen, bin seit Ende Mai krankgeschrieben.

    Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen :bigg

  • Hallo Arakon hol dir doch Hilfe bei einer Organisation wie der VDK oder so


    VDK kann ich empfehlen die haben mir schon ein paarmal helfen können

    In der Ruhe liegt die kraft :nummer1:

  • Mein Diabetologe ist stinksauer, dass die seine Vorgaben so ignorieren, kann aber auch nicht viel mehr machen.

    Ich hatte 2 Unfälle seit dem FS.. einmal reine Unaufmerksamkeit meinerseits in einem Stau (leicht auf ein Auto gerollt), einmal hat mir ein Krankenwagen die Vorfahrt genommen und mich gestreift (konnte ihn wegen sehr unübersichtlicher Straße nicht rechtzeitig sehen, und er hat nicht drauf geachtet, dass die Kreuzung wirklich frei war). Beides hatte nichts mit meinen Werten zu tun.

    Rechtsanwalt kann ich mir schlicht nicht leisten. Und die deutsche Rechtsprechung sagt tollerweise tatsächlich, dass die Führerscheinstelle da freie Hand hat.. wenn dem Mitarbeiter deine Nase nicht passt, könnte der dir den Lappen wegnehmen mit der Begründung, dass er dich nicht für verkehrstüchtig hält.


    Zitat

    Kann man sich weigern?

    Rechtlich können Sie wenig unternehmen, wenn die Behörde Sie auffordert, ein Gutachten beizubringen. Die Anforderung ist in der Regel kein behördlicher Verwaltungsakt, der mit Rechtsmitteln angefochten werden könnte, sondern eine Mitwirkungsobliegenheit, die die Entscheidung der Verwaltung über Ihre Fahrerlaubnis vorbereitet.

    Um den Führerschein zu behalten, sollten Sie daher grundsätzlich das geforderte Gutachten beibringen und so nachweisen, dass Sie alle Voraussetzungen erfüllen. Ansonsten geht die Behörde davon aus, dass Sie nicht mehr fahrtauglich sind und wird Ihnen die Fahrerlaubnis entziehen.

    Hiergegen können Sie dann zwar Rechtsmittel einlegen – bis dann aber ein Gericht entschieden hat, können mehrere Monate vergehen, in denen Sie ohne Fahrerlaubnis sind.