Dicke Füsse/Beine durch Umstellung auf Tresiba?

  • Moin,

    bin vor ca. 3 Monaten von Tujeo (14E) auf Tresiba (44E) umgestellt, hatte schon vorher leichte Wassereinlagerungen in Beinen Füssen, diese wurden jedoch schlimmer.

    Nierendoc, Angiologe (der Typ hat mich völlig kirre gemacht, werde darüber in anderem Thread berichten) und Kardiologe sagen alles ok, die Diadoc war völlig desinteressiert an den Beschwerden und Werten und sprach von Zufall.

    Las gerade bei Nebenwirkungen von Tresiba etwas von gelegentlichen Ödemen, konnte im Netz keine Fallberichte finden.

    Weiß jemand mehr?


    lg und Danke für die Aufmerksamkeit

  • Ich denke nicht, dass das vom Insulin kommt. Das ist ein eigenständiges Symptom. Wenn sonst alles o. K. Ist, wäre eine Veneninsuffizienz wahrscheinlich. Häufig machen aber auch Calziumantagonisten diese Nebenwirkung, falls Du einen solchen nimmst.

    Fuhh, für heute genug Menschen in den Wahnsinn getrieben. Morgen ist auch noch ein Tag :bigg

  • Hallo Tobi,

    bei Ödemen würde ich immer auch an Schilddrüse denken - allerdings kann ich mir keine Korrelation vorstellen, was aber nichts beweist. Vielleicht kann da mal jemand genauer hingucken (Antikörper, Unterfunktion, ...?)

  • Ich habe nach der Umstellung von Toujeo auf Tresiba (im Juli) auch vermehrt Wassereinlagerungen in den Beinen und Oberschenkeln beobachtet. Bei Toujeo war das zwar auch ganz leicht da, aber nicht so ausgeprägt wie jetzt.


    Ich nehme außer Insulin keine Medikamente. Auch körperlich ist nach dem letzten Befund vom Diabetologen (ebenfalls Juli) bei mir alles okay. Also keine Nierenschäden o.ä.


    In der Tat stehen Ödeme unter Nebenwirkungen im Tresiba-Beipackzettel. Das Symptom soll nach einer gewissen Zeit wieder verschwinden. Ich werde jetzt mal ein paar Monate abwarten.


    Ich weiß, dass ich zu Wassereinlagerungen neige. Ist einfach eine Veranlagung in unserer Familie. Besonders in der Schwangerschaft war das sehr ausgeprägt. Aber das ist nun auch schon über 20 Jahre her :-)

  • Moin moin,

    danke für die Posts und hier ein kleines Update.

    War bei div. Ärzten, Diag chron. Lymphödem Füsse und Unterschenkel Stufe I kurz vor 2.

    Herz ok, Schilddrüsen- Leber- Nierenwerte ok, Durchblutung Bein auch ok.

    Bekomme demnächst in 14 Tagen Lymphdräinage und Komprimierung, hoffentlich hilft es.

    Werde Abnehmen und weniger Salz essen.

    War gestern bei Diadoc und habe mir Toujeo verschreiben lassen, mal schauen, wie es in 3 Monaten aussieht.

    Sollte es besser werden, werde ich testweise wieder auf Tresiba gehen und schauen, ob Ödeme stärker werden (Vorschlag von Diadoc)


    Petzi, sind Deine Wassereinlagerungen zurückgegangen?

    Hast Du das Insulin gewechselt?

    Werde, falls Interesse, von meinen Erfas berichten.

    So, Nightmarepause:) beendet, Euch einen schönen Tag trotz Regen.

    Georg

  • Petzi, sind Deine Wassereinlagerungen zurückgegangen?

    Hast Du das Insulin gewechselt?

    Werde, falls Interesse, von meinen Erfas berichten.

    So, Nightmarepause:) beendet, Euch einen schönen Tag trotz Regen.

    Georg

    Ich habe vor 5 Tagen wieder auf Touejo umgestellt - ohne meinen Diadoc zu fragen. Ich hatte noch drei Pens Toujeo im Kühlschrank, die ich zum Glück noch aufgehoben hatte.


    Das Tresiba hat bei mir auch muskelkaterähnliche Schmerzen im ganzen Körper verursacht. Die sind wie weggeblasen, seit ich wieder Toujeo spritze. Auch die Wassereinlagerungen haben sich verringert. Aber natürlich sind es erst 5 Tage und das Touejo muss sich noch einpendeln.


    Warum habe ich vor vier Monaten überhaupt auf Tresiba gewechselt? Nun, das hatte mit den vielen positiven Erfahrungen hier im Forum zu tun. Auch mein Diadoc hat Tresiba empfohlen. Er meinte aber, dass ich nicht wechseln müsse, da ich auch unter Toujeo gute Werte habe.


    Leider gehöre ich wohl zu den wenigen, die Tresiba körperlich nicht vertragen. Ich tat mich auch schwer damit, dass Tresiba eher träge wirkt. Mal bin ich sportlich sehr aktiv, mal fesselt mich die Arbeit an den Schreibtisch. Das führte dazu, dass ich das Basalinsulin auf meine Aktivitäten nicht so variabel
    abstimmen konnte.


    Zur Ergänzung: Toujeo nutze ich schon seit es auf dem Markt ist - d.h. es hat sich bei mir gut bewährt. (Bin seit 2013 Typ 1). Ich wurde damals auf Lantus eingestellt und bin dann gleich auf Toujeo umgestiegen, als dies möglich war.


    Von Tresiba erhoffte ich mir noch mehr "Komfort", d.h. weniger Hypos. War aber nicht der Fall - eher im Gegenteil.

    Einmal editiert, zuletzt von petzi ()

  • Moin moin,


    jetzt bin ich ein Woche ohne Tresiba und immer noch ohne Toujeo.

    Anscheinend wird das Tresiba im Körper gespeichert,

    gestern und heute Nacht (Fastentag) morgens nur 136 +- 2E.

    Die BSP soll laut der letzten Untersuchung die Insulinproduktion eingestellt haben.

    Ich verstehe es einfach nichtganz, dass der BZ bei Nichtessen ohne Basal immer noch so niedrig ist (hatte 44E Tresiba).

    Erklärung?

    P.S. Das Spannen in den Füssen und Unterschenkeln hat definitiv abgenommen, die Fussschwellung auch. Aber noch vielzu früh für Ergebnisse.

  • Nun ist es vier Wochen her, dass ich von Tresiba wieder auf Toujeo umgestellt habe.


    Fakt ist, dass ich über 1, 5 Kilo abgenommen habe - ohne Diät (!) und wieder das Gewicht habe, das ich über Jahre hinweg unter Toujeo hatte. Bei mir hat Tresiba in der Tat zu einer Gewichtserhöhung geführt. Es könnten Wassereinlagerungen gewesen sein. Auch fand ich, dass ich unter Tresiba ein ständiges Hungergefühl hatte.


    Was aber noch viel unangenehmer war: keine stabilen Werte unter Tresiba. Frühmorgens immer Unterzucker. Gegen Spätmittag oft unerwartet hohe Zuckerwerte. Ich vermute, bei Menschen mit einem Beruf, der zwischen viel Unterwegssein und Schreibtisch pendelt, passt Tresiba nicht so gut.

    Und ich hatte sehr starke Muskelschmerzen (Muskelkater). Auch das ist jetzt komplett verschwunden.


    Im Tresiba-Beipackzettel stehen eben diese Nebenwirkungen drin, die mich voll erwischt haben: Gewichtszunahme, Ödeme, Muskelschmerzen.

  • Was aber noch viel unangenehmer war: keine stabilen Werte unter Tresiba. Frühmorgens immer Unterzucker. Gegen Spätmittag oft unerwartet hohe Zuckerwerte.

    Kommt mir bekannt vor. Nix mit langer gleichmäßiger Wirkung:

    • Ca. 10 Std. nach Injektion tritt bei mir ein deutliches Wirkmaximum ein. Bei der kleinsten Bewegung kann ich anfangen KH zu futtern.
    • Und nach 20 - 22 Std. lässt die Wirkung nach. Zwar bleibt der BZ stabil, aber wenn ich etwas KH-haltiges esse, kann ich beim Bolus 'nen ordentliche Schippe mit drauflegen.

    Den "Ärger" hatte ich bei Toujeo nicht. Demnächst gibt es wieder Toujeo :* !


    Wenigsten habe ich keinen dicken Füße oder Muskelkater...

    Living young and wild and free... :urlaub just having fun!

  • Und ich hatte sehr starke Muskelschmerzen (Muskelkater). Auch das ist jetzt komplett verschwunden.

    Ich hatte Tresiba schon sehr früh, vor dem Rückzug vom Markt verwendet, ohne Probleme. Als es dann nicht mehr verfügbar war, bin ich zwangsweise auf Toujeo umgestiegen. Damit war ich auch zufrieden, habe keinen wesentlichen Unterschied bemerkt.


    Habe aber ein ausgeprägtes Dawn-Phänomen und bin mit Toujeo ohne Korrektur morgens immer bei 200 oder mehr gelandet. Zeitliche Änderung der Injektion hat nichts gebracht. Hab um 4 Uhr nachts 4 IE FIASP gebraucht, um die Glukosekurve konstant zu halten. Der Artikel von Matthias Momm hat mich dann darauf gebracht, dass das mit Tresiba vielleicht besser läuft:


    Pen vs Pumpe vs Loop


    Bin deshalb vor 6 Monaten wieder zu Tresiba gewechselt. Finde die Ampullen auch besser, anstatt ständig Fertigpens wegzuwerfen. Und am Novopen kann ich prüfen, ob ich die Injektion evtl. vergessen habe! Spritze 20 IE um 23 Uhr, jetzt testweise um 20 Uhr. Bei beiden Injektionszeiten ist der Dawn-Effekt zwar geringer, aber nicht völlig unterdrückt. Brauche um 4 Uhr mit Tresiba noch 2 IE. Die Verringerung der Korrektur unter Tresiba zeigt aber, dass tatsächlich nach etwa 10 Stunden ein Wirkmaximum besteht, wie von Grimmi Grimbart schon beschrieben. Kann beim Dawn-Phänomen von Vorteil sein, reicht bei mir aber nicht ganz.


    Aber jetzt zum Thema: Mit Wassereinlagerungen hab ich zum Glück nichts zu tun, auch keine Gewichtsveränderung. Aber seit ein paar Monaten spüre ich Muskelschmerzen in den Oberschenkeln, wie ein ständiger Muskelkater oder Verspannungen, aber nur dort. Habe es bisher auf Bewegungsmangel zurückgeführt, da ich tagsüber bei der Arbeit lange sitze (war aber schon immer so). Wenn ich mich mehr bewege, sind die Beschwerden geringer.


    Auf die Idee, dass das mit Tresiba zu tun haben könnte, bin ich nicht gekommen. Aber wenn ich das hier lese :/ Sollte ich doch wieder zu Toujeo?

    petzi bist du sicher, dass auch die Muskelschmerzen mit Tresiba zusammenhängen und keine andere Ursache hatten?

  • Die Muskelschmerzen haben ungefähr vier Wochen nach der Umstellung auf Tresiba angefangen und haben sich sogar noch gesteigert. Sie waren wirklich extrem. Ich bin im Juni mit Tresiba gestartet - über die Sommerzeit und während meines Urlaubs. Auch hatte ich keine Grippe, die Muskelschmerzen hätte auslösen können. Zudem bin ich trainiert (seit über 10 Jahren Kieser-Training !)

    Als ich Tresiba abgesetzt habe, waren die Muskelschmerzen nach ca. 5 Tagen praktisch weg. Im Internet habe ich nach Nebenwirkungen von Tresiba gegoogelt und auch den Hinweis zu den Muskelschmerzen gefunden, die nicht einmal so selten sind laut Studie.


    Die schmerzenden Muskeln hatte überall, nicht nur in den Oberschenkeln oder Beinen. Eigentlich wie bei einer Grippe. Aber wie gesagt, seit ich wieder Toujeo nutze, alles wieder normal.