Tageszeitenabhängigkeit des BZ

  • Guten Morgen zusammen,


    In der Regel frühstücke ich zwischen 08:00 und 10:00 Uhr und bin da mit 1,5:1 immer ganz gut mit gefahren.


    Gerade sitze ich mit 225 mg/dl im Zug, weil ich um 06:30 Uhr ein Schokobrötchen und eine Laugenstange gegessen habe und nur 14 IE gespritzt hab. Hab schon 3, 4 und 6 (Rage-Bolus..) IE nachgeschoben, aber der BZ fällt nur langsam ab.


    Der Tagesablauf ist eigentlich der gleiche wie sonst auch gewesen, nur die Uhrzeit hat sich verändert.


    Ist der Blutzucker wirklich so tageszeitenabhängig (dunkel/hell)? Dachte immer es hat mehr mit dem Wechsel von Schlaf in Wach bzw. dem zu tun. Wie ist das denn bei Schichtarbeitenden?


    Grüße

    Daniel

  • Frühstücks du sonst auch Laugenbrötchen? Meiner Erfahrung nach, stammen die direkt aus der Hölle...


    Ich nutze aber auf jeden Fall auch unterschiedliche Faktoren für morgens, mittags und abends (und nachmittags und vormittags und werktags...)

  • Laugenbrötchen sind bei mir auch echt schwierig. Und auf Zugfahrten steige ich auch gerne Mal an. Und früh war zumindest vor meiner Pumpe auch schwieriger

    Ich würde es mit dem Korrigieren aber jetzt Mal sein lassen und abwarten. 14 IE ist eine große Menge die weitaus länger wirkt als "Standarddosen" Die Angabe von der Wirkungsdauer von NovoRapid z.B bis zu 4:30 Stunden oder so basiert auf Dosen bis zu 6 Einheiten.

    Das Insulin wird schon noch wirken innerhalb des Zeitraums nur wann genau ist nicht klar. Daher warte doch nun lieber Mal noch ein bisschen, ist ja jetzt auch ordentlich Insulin aktiv.

  • ich esse gerne Laugenbrezeln - wenn ihr es nicht auf die Form schiebt, fällt das bei mir nicht groß ins Gewicht (wobei man sich bei diesem allerdings bei Laugekram gerne "verschätzt" :D )

    Blutzucker ist die Autobahn, Gewebszucker ne Nebenstraße!

  • Ich bin ja auch ein Brezen-Fan, aber die Dinger krieg ich gar nicht in den Griff - laut meinem BE-Rechner hat eine 3,5 BE's.

    Ich habs letztens ausprobiert - rein rechnerisch könnte ich 2 von den Dingern mit 7IE abdecken.

    Das Ergebnis war aber äußerst ernüchternd... Ich hab bis Nachmittag und einige "Nachschüsse" gebraucht bis ich wieder halbwegs im Pegel war.


    Schade, von meiner geliebten Frühstücksbreze kann ich mich wohl in den allermeisten Fällen verabschieden...


    Nachtrag:

    Und, zum Topic: Ja, wenn ich über den Tag hinweg ordentlich gebolt habe, verkrafte ich Carbs am Abend sehr viel besser als Morgens. Kommt aber glaub ich eher auf den generellen "Insulinpegel" an.

    Wenn ich Tags über wenig gegessen und entsprechend wenig gespritzt habe, dann hauts Abends stärker rein...

    --

    Lean yourself ma not so far out of the open window raus - because the asphalt is oft nearer als you think!

  • Ja, wenn ich über den Tag hinweg ordentlich gebolt habe, verkrafte ich Carbs am Abend sehr viel besser als Morgens. Kommt aber glaub ich eher auf den generellen "Insulinpegel" an.

    Wenn ich Tags über wenig gegessen und entsprechend wenig gespritzt habe, dann hauts Abends stärker rein...

    Dann deckst du einen Teil des Basalbedarfs mit dem Bolus ab.

    Kannst du das Basal noch einen Tacken erhöhen, oder kommst du dann in den Unterzucker? Wenn du das Basal erhöhen kannst, musst du parallel wahrscheinlich dann den Bolus verringern.


    LG

    zuckerstück

    Das ist mein erster Garten, ich übe noch.🐞🌼

  • C.M.Burns hast du den eating-soon-Effekt mal ausgenutzt?

    Soweit bin ich noch nicht - aktuell feile ich noch an der Basalrate.


    Das was Zuckerstück gesagt hat - die Kurve Nachts ist mittlerweile zwar recht gerade aber Gefühlsmäßig immer noch zu hoch.

    Meine Beraterin ist da ja recht vorsichtig mit Steigerungen gewesen, aber nachdem mich ihr Chef da beim letzten Arztbesuch quasi "von der Kette gelassen" hat und gemeint hat dass ich, so wie ich mich drum kümmere, ruhig a bisserl schärfer rangehen kann fahre ich den Basal schrittweise hoch und komme auch quasi von Tag zu Tag besser damit zu rande.

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  • Ich kenne das gut, sobald ich meinen Rhythmus am Morgen verändere benimmt sich mein BZ "bockig" und ich brauche für alles einfach mehr IE und mehr Zeit. Einzig Sport am Abend zuvor hilft mir hier und klar, mit dem Frühstücken warten.

  • Wieviel Gramm haben die Dinger? Vielleicht stimmt auch dein Nachschlagewerk nicht.

    Die 3,5 BE sind bei 100g angegeben - kommt auch recht gut hin. Hier bei unserem Bäck haben die Dinger ziemlich genau 100g (+-10g vielleicht)

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  • Die 3,5 BE sind bei 100g angegeben - kommt auch recht gut hin. Hier bei unserem Bäck haben die Dinger ziemlich genau 100g (+-10g vielleicht)

    Nur einmal hinterfragt: du meinst auch BE, oder? (1 BE = 12 g Kohlenhydrate)


    Ich rechne eher mit 50 g Kohlenhydraten pro 100 g Brezel und das wäre dann schon ne Schippe drauf...

  • Nur einmal hinterfragt: du meinst auch BE, oder? (1 BE = 12 g Kohlenhydrate)


    Ich rechne eher mit 50 g Kohlenhydraten pro 100 g Brezel und das wäre dann schon ne Schippe drauf...

    Ja, genau. 1BE = 12g


    Das was Du aber geschrieben hast wegen der Tabelle... Ja, mir ist auch schon aufgefallen, dass die ganz gerne mal etwas "konservativ" ist - in der Realität dürften wohl eher "Deine" 50g KH auf 100g Brezen hinkommen...


    Nachtrag:

    Für alle dies Interessiert: Is die BE-App ausm Apple-App-Store. Da is zwar so ziemlich alles drin. Aber da es sich nicht um eine Online-Datenbank handelt und dadurch nicht, oder so gut wie nicht gepflegt ist bin ich damit auch noch nicht ganz glücklich.

    War halt das was ich am schnellsten gefunden habe und mir am umfangreichsten erschien...

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  • Manchmal lohnt es sich, die Waage auf den Tisch zu stellen. Gerade bei Brötchen variiert das Gewicht massiv. Und man trainiert das Schätzen wieder.

    Wer nichts weiß muss alles glauben. Maria von Ebner- Eschenbach

  • der hier am ehesten verfügbare Bäcker ist ne Kette, ich hab die KHs einfach auf der HP nachgeschaut :D

    Blutzucker ist die Autobahn, Gewebszucker ne Nebenstraße!

  • Ist der Blutzucker wirklich so tageszeitenabhängig (dunkel/hell)? Dachte immer es hat mehr mit dem Wechsel von Schlaf in Wach bzw. dem zu tun.

    Das ist sehr individuell, würde ich sagen.

    Ja, die Tageszeit spielt eine Rolle: Nur weil Du 2 Stunden früher/später aufstehst, verschiebt sich Dein Biorhythmus ja nicht automatisch. (Sonst gäbe es keinen Jetlag bei Flugreisen.)


    Eine noch größere Rolle spielt bei mir jedoch, ob ich z.B. ungewohnten Tätigkeiten nachgehe oder gewohnte Tätigkeiten entfallen, während oder bevor das Insulin im Körper ist.


    Letztendlich sind es so viele Faktoren die da mit reinspielen, dass man es manchmal nur als "Zufall" zusammenfassen kann. Also wegen eines einmaligen Vorkommens nicht aus der Ruhe bringen lassen. (Gelingt mir fast nie. :blush:)

    Insulin: Humalog, Hypo-Helfer: Dextro, Diaversary: 19.11.

    Glukosewerte werden vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

  • Also tbh bei mir greift bei Zugfahrten das Zugphänomen.

    Ich fahre schon relativ viel Zug, weil ich von meiner Studistadt so einmal im Monat in meine Heimat fahre - das sind immer so 5h.

    Und ich lüge nicht, wenn ich sage meine Zuckerwerte sind auf Zugfahrten IMMER zu hoch. Ich habe dafür noch keine Erklärung gefunden. Selbst mit Penkorrektur und erhöhter Basalrate geht bei mir der Bz dann immer nur schleichend runter und sobald ich was esse schießt er wieder in andere Sphären.

    Mittlerweile wundere ich mich gar nicht mehr, weil das immer ausnahmslos passiert.

    Extrem nervig ist es halt dennoch.

    Nach der Zugfahrt empfängt mich dann ne halbe Stunde später dann immer ein monströser Unterzucker.

  • sokrates das wäre auch meine Erklärung - ich glaube ehrlich gesagt dass ich mich mittlerweile unbewusst schon vor den Zugfahrten stresse, weil ich weiß dass mein Zucker dann hochschiessen wird und nicht runtergeht und dass das das eben auch mit verursacht 😂