Neue Regelung Blutzuckerteststreifen!?!?

  • Was glauben die Kassen wohl, wie oft Wir unsere Geräte und das dazu gehörige Equipment tauschen sollen ?

    Du hast gefälligst so oft zu wechseln, wie dein Herr und Gebieter es wünscht! Schließlich haben doch alle Geräte den Zulassungsprozess durchlaufen, haben alle das CE-Zertifikat und halten alle die jämmerliche DIN-Norm ein. Also unterscheiden sie sich nur noch im Preis. Außerdem hat man sich kassenseitig so viel Mühe gegeben, nicht selbst als Bösewicht dazustehen, in dem man dem Apotheker die Umsetzung des Spargedankens auf's Auge gedrückt hat. Da musst du auch bitte mal etwas Verständnis haben und mitarbeiten. Stell dir doch nur mal vor, welch grausames Elend die Nation überkommt, wenn das schöne Geld am Jahresende doch nicht für die Erfolgsprämien reicht!


    Ironische Grüße vom Arbyter

    Das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht!

  • Ich hatte vor ein paar Tagen das erste mal ein Rezept für generische Teststreifen in der Hand. Laut Arzthelferin seien sie angehalten, nur noch solche Rezepte auszustellen. Dazu werde ich beim nächsten Besuch mal mit dem Arzt selber reden, diesmal war ich nur zum Blutabnehmen und Rezept abholen da.

    In der Apotheke sagte man mir, die contour next Streifen gehörten nicht in die Kategorie, die der Krankenkasse genehm wäre und bot mir einige andere Geräte zur Auswahl kostenlos an. Ich hab dann das accucheck guide mitgenommen, kann man ja mal testen. Ein Anruf bei ascensia ergab dann, daß die Ärzte tatsächlich immer mehr dazu gedrängt werden, generisch zu verschreiben und von daher das Verhalten der Apothekerin nicht falsch war. Glücklich sind die Firmen damit natürlich nicht.

    Ein Anruf beim Versandhändler meiner Wahl war dann positiv : von dort kriege ich auch bei generischer Verordnung meine gewohnten Teststreifen.Also gehen die Rezepte eben in Zukunft nur noch dahin.

    Jacie :)

  • Ich hatte das letzte mal vom Diadoc statt Levemir ein Generika verschrieben bekommen und hatte das erst zu Haus bemerkt. Ich hab dann im Internet gesucht, wer das herstellt und was es kostet. Das Zeugs war erstens gar nicht mehr lieferbar und zweitens nur gut 2 Eure billiger (auf 10 x 3 ml) als das Original.


    Mein Apotheker sagte, wenn das Produkt nicht lieferbar ist, kann er auch ohne den Arzt das Rezept ändern. Und wenn ich nur das Original möchte, dann ist das was-auch-immer einfach gerade nicht lieferbar. ;)


    Ich versuch mal, das ich beim nächsten Besuch Tresiba statt Levemir verschrieben bekomme, zumal das auch für die Kasse wesentlich günstiger ist.

    Unser Leben ist das, wozu unser Denken es macht.(Marcus Aurelius)
    Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern daß man nie beginnen wird, zu leben.(Marcus Aurelius)

  • Ich hatte bisher noch nie gehört, dass es auch für Insuline Generika gibt??


    Ein Generika für Insulin DETEMIR oder was ist das denn?

    Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind. Jean Anouilh 8o

  • Das ist doch der Grund, warum die Insulinhersteller ihre patentierten strukturveränderten Analoginsuline so pushen. Dafür gibt es, weil patentiert, keine Generika und deshalb können sie die Preise so hoch ansetzen, dass sie gerade noch von den Krankenkassen bezahlt werden.


    Bei Tresiba ist der Hersteller beim Testen dieser Preisgrenze einmalig leicht über die rote Linie gekommen, das war im Sinne des Findens der roten Linie trotzdem ein erfolgreiches Experiment aus Herstellersicht. Inzwischen ist entweder der Hersteller mit dem Preis runtergegangen, oder die rote Preisgrenzlinie wurde nach oben geschoben.


    Vor 15 Jahren, und davor, gab es nur Normal-Insuline und Langzeitinsuline mit nicht patentierten Verzögereungsmechanismen, für die es natürlich auch Generika gab. Hoechst, Frankurt, und Novo Nordisk, Dänemark, als Markenhersteller und alle anderen als Generikahersteller.

  • Wobei ich echt nicht verstehe, wie bei Tresiba kein "Zusatznutzen" gefunden werden konnte. Das erste Insulin, was über ZWEI voneinander unabhängige Mechanismen verfügte.


    Für die allermeisten Typ-2 hart an der Grenze zu Schwachsinn, aber bei sehr insulinempfindlichen Patienten ist das ein klarer Vorteil.

    --
    Nix Diabetes - das ist lediglich Glucose-Intoleranz.

  • Damit tun die KK aber auch den Apotheken nichts gutes...

    Aber die Patienten sollen in die Vor Ort Apotheke gehen, sonst ist die med. Versorgung gefährdet :pinch:


    Tatsächlich gehe ich allerdings in letzter Zeit vor Ort in die Apo. Meine Contour Next habe ich bisher ohne Kommentar bekommen (TK versichert). Ansonsten würde ich sie dirket bei Medtronic bestellen. Die bieten gar keine anderen an.

    :saint:
  • Ich erhielt gestern von meiner KK (DAK) ein Schreiben mit drei Karten von Herstellern von BZ-Testgeräten, die total veraltet und No Name sind. Ich sollte mir doch da kostenlos ein Gerät anfordern. Da die Kasse mit den Herstellern auch Rabattverträge abgeschlossen hat.

    Die sind doch total bekloppt.

    Ich bin immerhin Pumpenträger, könnte auf einen Sensor umsteigen, benutze aber immer noch ein Testgerät (Contour next USB).

    Bisher klappte es mit den Teststreifen - bin mal gespannt wie lange noch.

    Die DAK ist schon die teuerste Kasse. Da kann ich dann wohl auch erwarten, dass ich einigermaßen moderne Testgeräte selber wählen kann.

    Satt heißt nicht, dass keine Schokolade mehr reinpasst. :rolleyes:


    8o Schokolade löst keine Probleme, aber das tun Äpfel ja auch nicht.

  • Die GKV bevormundet sehr gerne und stellt damit das wirtschaftliche Interesse (im Sinne und Rahmen des SGB verständlich) in den Vordergrund: Was den gleichen Nutzen bringt, aber günstiger ist, ist von Vorteil.

  • Ich hatte vor einigen Tagen auch so einen Brief von der TK. 3 verschiedene Geräte, von Superklein bis klobige Plastikteststreifen war da alles dabei. Sah aus wie Werbung für Gelegenheitsmess bzw. Typ2er.

    Dumm nur, dass ich den Bolusrechner meines Omnipod nutzen möchte und zu Dokumentationszwecken auch muss....


    Kann man getrost in die Rundablage (Papierkorb) packen dieses aufdringliche Werbepaket.

  • Ich hatte das letzte mal vom Diadoc statt Levemir ein Generika verschrieben bekommen und hatte das erst zu Haus bemerkt. Ich hab dann im Internet gesucht, wer das herstellt und was es kostet. Das Zeugs war erstens gar nicht mehr lieferbar und zweitens nur gut 2 Eure billiger (auf 10 x 3 ml) als das Original.


    Mein Apotheker sagte, wenn das Produkt nicht lieferbar ist, kann er auch ohne den Arzt das Rezept ändern. Und wenn ich nur das Original möchte, dann ist das was-auch-immer einfach gerade nicht lieferbar. ;)


    Ich versuch mal, das ich beim nächsten Besuch Tresiba statt Levemir verschrieben bekomme, zumal das auch für die Kasse wesentlich günstiger ist.

    Mein DiaDoc hatte im Herbst davon gesprochen, dass eine solche Verordnungspraxis im Raum steht und war sehr unzufrieden darüber. Die Generika wirken bei Insulin eben nicht hundertprozentig gleich wie das Original. Er fand es unmöglich, dass der Apotheker dann entscheiden soll, welches Insulin der Patient bekommt und der Arzt letztendlich gar nicht weiß, was der Patient spritzt.


    Interessant zu hören, dass das jetzt tatsächlich schon so umgesetzt wurde. Hoffe, Du bekommst nun auch wirklich ohne Probleme das Insulin, das der Arzt verordnet. (Mit Markenname!)

    Tresiba ist zurück! :thumbsup: